kollegiale Fallberatung

Ist es gut eine agile Transition Experiment zu nennen?

Der Arbeitstitel unserer agilen Transition lautet "Value-Stream-Experiment". Warum? Zum einen, weil wir an den kunden-zentrierten Value Stream (Flow) von der Idee bis zum Kundennutzen glauben und zum anderen, weil wir im Rahmen eines konkreten Kontextes die Value-Stream-Theorie (Theory of Constraints kurz TOC) einfach mal im Rahmen eines definierten Rahmens ausprobieren möchten.

 

 

An diesem Freitag berichtete ich meinem Coach, dass wir planen den Arbeitstitel der agilen Transition von Experiment in Expedition umzubenennen. Warum kommen wir als Vorbereitungsteam der agilen Transition auf diesen Gedanken? Wir hatten hatten die Ideen den Kollegen über die Analogie zu vermitteln, dass wir auf einer langen Reise befinden und wir gemeinsam von Etappe zu Etappe den Weg in die neue agile Arbeitswelt finden. Es sollte auch signalisieren, dass nach einem gescheiterten Experiment die agile Transition nicht abgeschlossen ist.

 

Jetzt nach meiner Reflexion ist mir folgendes klar geworden:

Satt von einer Expedition, sollten wir von einem Zielraum sprechen. Was möchten wir in 1 bis 2 Jahren erreicht haben? Worum geht es konkret? Möchten wir z.B. die Leadtime oder die Qualität der Services verbessern? 

Die Kollegen, die Teil des Value-Streams sind, sollten den Zielraum definieren.

Wir sollten zusammen mit den Kollegen klären, was genau der nächste Schritt ist, was nehmen wir uns für die nächsten Monat vor? Wie können wir feststellen, dass wir das richtige gemacht haben? Letztendlich ist nach dem Plan-Do-Check-Act-Zyklus zu handeln.

Jeder Schritt ist wiederum ein Experiment und kann auch so genannt werden.

Learning: Das Ziel einer agilen Transition ist es über Experimente einen Zielraum zu erreichen. Der Zielraum kann die Verbesserung einer Leadtime eines Value-Streams bedeuten oder z.B. eine lernenden Organisation zu schaffen.

 

Wie schaffen wir es beim Aufbau der agilen Teams das 5. Prinzip des agilen Manifestes , "Errichte Projekte rund um motivierte Individuen...", zu verankern?

Mein erster Gedanke nach der Reflexion mit meinem Coach war, die Kollegen nach dem Auftakt-Workshop zu fragen, wer Lust hat den nächsten Schritt der Veränderung hin zum Zielraum zu definieren.  

Ich bin dann aber zum Schluss gekommen, alle Kollegen die Chance zu geben gemeinsam den nächsten Schritt zu definieren. Alle Kollegen werden so mit einbezogen und in der Regeln wird es immer Kollegen geben, die sich als motivierter Kollege hervortun. Das war im nachhinein betrachtet nicht gut. 

 

Coaching-Haltung:

 

Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass mein Handeln an dem agilen Manifest auszurichten ist.