in Arbeit, mir fehlt heute die Kraft es zu ende zu bringen

Januar und Februar 2018

 

Erste agile Transition in den Sand gesetzt, zum Glück viel daraus gelernt und meine Coaching-Methoden und Fähigkeiten ausgebaut und meine Haltung gefestigt.

Anfang des Jahres begleitete ich als agiler Coach zusammen mit einem Kollegen meine erste agile Transition. In meiner Ausbildung hatte ich gelernt, dass eine Organisationsentwicklung immer komplex ist und eine Menge Coaching-Erfahrung erfordert.
Heute ist mit klar, dass mir vor einem Jahr die notwendige Erfahrung fehlte. Woran mache ich das fest? Als Coach macht es Sinn die betroffenen Kolleginnen und Kollegen schnell ins handeln zu bringen, damit neue Vorgehensweisen und Teamreflexionen erlernt werden können. Das ist mir nicht gelungen, da ich aufgrund meiner geringen Erfahrung zu lange über Workshops und agile Transitions- Rituale nachdachte.

 

Was würde ich heute anders machen?

1.       Meine Coaching-Hypothesen, basierend auf Beobachtungen, sind konsequenter umzusetzen. Ich habe schon früh den Bottleneck der Wertschöpfungskette erkannt, aber nicht konsequent mit den beteiligten Kollegen daran gearbeitet. Ich hätte die Kollegen schneller mit den richtigen Interventionen, Impulsen oder Maßnahmen helfen können.

2.       Dabei ist situatives Führen ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. D.h. die Rolle Trainer, Berater oder Coach ist situativ anhand des Reifegrades der Teamfähigkeiten anzuwenden. In der Reflexion wurde mir klar, dass ich die Rolle des Trainers öfter hätte anwenden müssen. Heute weiß ich, der schwächste Punkt im Team, nicht die Summe der Fähigkeiten im Team, ist entscheidend.

3.       Der Coaching-Auftrag ist besser zu klären. Meine Coaching-Haltung ist gegenüber dem formalen Auftraggeber und dem Team deutlich zu machen.

4.       Der Organisation ist zu verdeutlichen, dass eine formale Auftragsklärung notwendig ist. In diesem Punkt, habe ich das Gefühl, hat mein direktes Umfeld viel Verständnis hinzugewonnen. Ich habe eine Hypothese, mangelhafte Auftragsklärung hat ihre Ursache in fehlender strategischer Zielsetzung, umso wichtiger ist es, dass die Führung klare Zielräume mit den betroffenen Kollegen erarbeitet.

5.       Achtsamkeit: Ich spürte im Januar deutliche Signale. Meine Konzentration und Leistungskraft ließen nach. Nach über zwei Jahren Begleiten von Teams in der Veränderung als Coach und parallelem aktivem Unterstützen des OTTO-Kulturwandels 4.0 (#agileGroupies), überwiegend in meiner Freizeit, konnte ich die Doppelbelastung mittlerweile deutlich spüren. Ich wollte meine Aktivitäten herunterfahren, konnte es aber nicht. Im Gegenteil, ich setzte im April ein neues Format auf, den #agileGroupie Coaching Circle. Als dann in der zweiten Jahreshälfte, aufgrund meiner kranken Mutter, die private Belastung hinzukam, führte dies zu einer ständigen sinkenden Belastungsgrenze, die ich wiederum mehrfach überschritt. Dank der Aufmerksamkeit und der Haltung meines Chefs, meinem sozialen Arbeitgeber, meinem persönlichen professionellen Umfeld und nicht zuletzt aufgrund meiner wunderbaren starken Frau, konnte ich die schweren 6 Monate gut überstehen. Ich bin noch einmal dem Burnout entkommen, und muss weiterhin sehr achtsam sein. Mein Akku ist noch stark belastet. An dieser Stelle an alle, die mich unterstützt haben ein herzliches Dankeschön.

 

Kulturwandelworkshop 4.0 der OttoGroup

Ein mutiger Augenblick im Februar. Einen Tag nach einem Kulturwandel-Workshop mit 200 Teilnehmern erzählten mir zwei Kollegen ihr Eindrücke. Diese waren konstruktiv aber sehr kritisch und aus meiner Sicht sehr wertvoll für die Workshop-Ausrichter, dem Vorstand. Ich sagte, zu den zwei Kollegen, sie solltet das Feedback sofort und direkt dem Vorstand geben. Sie zögerten ein wenig. Nachdem ich sie gefragt habe, warum nicht, marschierten wir dann zusammen zum Vorstand. Es hat geklappt! Der Vorstand hat sich 50 Minuten Zeit für die beiden Kollegen genommen. Ihre Ansichten wurden später bei der Gestaltung neue Workshops berücksichtigt. Was habe wir gelernt? Mutiges Voranschreiten zahlt sich aus.

 

März 2018

Lean around the clock 2018

Ich war mit Conny als Speaker auf der „Lean around the clock“ Konferenz. Was für eine Ehre, umso aufgeregter war ich. Wir hielten zusammen den Vortrag „Lean? Agil? Einfach machen!“ Was habe ich gelernt? Trage frei vor und arbeite mit Bildern und weniger Text. Es war für mich, der vor über 10 Jahren eine „Bühnen-Phobie“ hatte, ein toller Moment, der mir viel Kraft gegeben hat. Ich glaube, es war mein Durchbruch für freies Reden vor vielen Menschen. Für mich bedeutet es viel vor ca. 500 Menschen vorzutragen.  Ich habe dennoch immer noch höchsten Respekt davor. Dieser Moment war einer meiner Highlights in 2018, insbesondere durch den Konferenzbesuch zusammen mit meinen Kollegen. Ich möchte diesen Moment b.a.w. in meinem Profilbild festhalten. Das Bild entstand während meines Vortrages.

 

April 2018

Ich bekam einen neuen formalen Coachingauftrag. Ein im Reifegrad D (siehe Reifegradmodell von Judith Andresen) befindliches Team in ihrer Zusammenarbeit optimieren.  Ich führte mit dem Team einen Auftakt und Zielraum-Workshop durch.  Welche Probleme hat das Team für sich identifiziert? Welchen Zielraum der Veränderung im Sinne der Optimierung strebt das Team an?

In 2018 fand der erste #agileGroupie Coaching Circle statt, den ich zuvor initiiert und mit Kollegen aus meinem Netzwerk vorbereitet habe. Mehr hier.

 Es fand ein Empowerment Kulturwandel-Workskop satt, in dem wir mit 30 Kollegen überlegt haben, wie wir das Jahr des Mutes inhaltlich ein Mut-Festival mit Leben füllen könnten. Das oben beschriebene Feedback aus dem Monat Februar floss mit ein, übrigens der Vorstand genauso Teilnehmer, wie die anderen Kollegen aus der Ottogroup Organisation.  

 

Mai 2018

Ich merke grade, dass nach einer langen Silvesternacht meine Kräfte schwinden. Den Rest des Jahresrückblickes gibt es später. Ich möchte ja nicht gleich am erste Tag in 2019 meine Ziele verletzten. (siehe Ziel 2 für 2019)

 

Juni 2018

in Arbeit...

 

Juli 2018

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August 2018

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September 2018

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Oktober 2018

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November 2018

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Dezember 2018

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Vielen lieben Dank an alle Menschen in 2018, die mit mir ihr Wissen teilten, die mich stützten und mit mir zusammenarbeiteten, die mit mir gemeinsam lachten und weinten.

 

Liebe Grüße

 

Manfred