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Was zeichnet aus meiner Sicht einen Netzwerker*in aus?  

Was ist für mich Networking?

Einige von euch fragen mich hin und wieder, warum ich täglich Menschen kennen lerne und ich gerne Menschen vernetze, wie ich es mache und was ich dafür benötige. In diesem Artikel versuche ich ein paar meiner Gedanken aufzuschreiben.

Menschen zu vernetzen ist aus meiner Sicht eine Fähigkeit, die erlernt werden kann. Natürlich sind ein paar Charaktereigenschaften hilfreich. Wenn man es wirklich will, dann kann man es meiner Meinung nach schnell erlernen. 

 

Was ist meine Grundeinstellung? Ich gehe offen und immer unvoreingenommen auf Menschen zu und stelle mir dir Frage, welche Geschichte steckt hinter diesem Menschen? Ich bin immer an dem Menschen interessiert, der mir gegenübersitzt. Was hat mein Gesprächspartner*in in seinem/ihrem Leben schon alles erlebt? Was interessiert ihn/sie?  Was motiviert ihn/sie? Warum möchte er/sie mit mir reden? Was sind seine/ihre Stärken? Was mag er/sie gar nicht? Welche Schwäche hat er/sei? usw. Was dabei hilfreich ist, ist Neugier. Ich bin sehr neugierig :-) 

Warum möchte ich so viele Menschen kennenlernen? Ich glaube an das Prinzip „Effectuation". Was ist Effectuation? Falls ihr es nicht, kennt, das müsst ihr euch so vorstellen. Ein Beispiel: Es gibt zwei Arten, sich auf das Mittagessen vorzubereiten.  Die eine Möglichkeit ist, man plant für die ganze Woche bzw. das Mahl, erstellt einen Einkaufzettel und kauft alle Zutaten ein, die im Kühlschrank fehlen. Man könnte es auch Ressourcenmanagement nennen, was nicht schlecht ist.  

Ich gehe nicht vorher Einkaufen, sondern ich öffne den Kühlschrank und schaue was lässt sich aus den vorhanden Zutaten kochen. Ich nutze die Optionen, darum geht es! Effectuation bedeutet mittel-orientiertes Handeln. Mein großes Netzwerk ist wie ein Kühlschrank voller Zutaten oder anders gesagt Fähigkeiten. Es lässt sich fast alles kochen!

Das heißt für mich im übertragenen Sinne, jedes Problem, jede Fragestellung, evtl. auch kleine Aufgaben lassen sich schnell lösen. Ich muss mich nur erinnern, wer könnte mir helfen? Alles was ich nicht kann, können anderer in meinem Netzwerk. Ich sage euch, das fühlt sich so gut an.

Exkurs: Hier übrigens meine persönliche Geschichte zu Effectuation, wie immer eine wahre Geschichte:

 

Was hilft mir noch?

Ehrlich zu seinen Schwächen zu sein. Ich bin sehr ehrlich zu mir. Es ist aus meiner Sicht immer eine gewissen Demut gefordert. Wenn ich manchmal von anderen höre: "Nun stelle dich nicht  kleiner dar als du bist", ist das für mich ein gutes Zeichen. Es gibt immer jemanden, der bzw. die kann es besser, der bzw. die weiß es besser, der bzw. die hat mehr Erfahrung, usw. Ich denke immer, finde den Menschen, der es besser kann, damit ich lernen kann, bzw. damit ich meine persönlichen Defiziten ausgleichen kann.

 

Ich bezeichne mich selber als Power-Networker, warum? Ich bin täglich mit sehr vielen Menschen auf der Beziehungsebene in Kontakt und lerne fast täglich einen Menschen kennen. Das müsst ihr euch so vorstellen, meine über 1000 XING-Kontakte sind für mich wertvolle aktive Kontakte. Zu jeden dieser Menschen gibt es eine Beziehungsebene, manchmal nur sehr klein, das stimmt, aber es reicht, um schnell eine Antwort auf meine Frage oder Bitte zu bekommen. Menschen in meinem Netzwerk, die nicht reagieren, sind für mich nicht hilfreich und ja ich muss es jetzt so sagen, obwohl es jetzt etwas hart klingt, sie werden über kurz oder lang aus meinem Netzwerk aussortiert.

 

Ich vernetzte gerne Menschen untereinander. Nach dem Motto, oh dir fehlt was, ich kenne da jemanden, der könnte dir weiterhelfen, möchtest Du, dass ich euch vernetze? Natürlich sollte man Beide unabhängig voneinander vorab fragen, ob sie miteinander vernetzt werden möchten ;-)

Es geht nicht um Geben und Nehmen. Das ist aus meiner Sicht eine Verwechslung. Es geht immer nur um Geben. Wenn alle Geben fällt irgendwann was für einen selber ab. Bei mir geht es auch nicht um Suchen bzw. Finden, bei mir geht es um meinen persönlichen vollen Kühlschrank, der Optionen eröffnet. Zum Beispiel, habe ich am letzten Freitag von einem Coach beim Frühstück in der Schanze einfach so Handzeichen für Remote bzw. Hyprid Meetups bekommen, ohne vorher gefragt zu haben.

 

Warum ist authentische Offenheit wichtig?

Warum erzähle ich beim ersten Kennenlernen bewusst über eine meiner Schwächen, manchmal aber auch nicht? Zum Beispiel meiner Rechtschreibschwäche, daher die vielen Rechtschreibfehler auf meiner Website, weil ich durch meine Offenheit Vertrauen auf der Beziehungsebene aufbauen möchte. Manchmal reicht eine kleine Schwäche, manchmal eine große Schwäche. Sich seiner vielen Schwächen bewusst zu sein, ist aus meiner Sicht beim Networking sehr hilfreich. Ich mache mich bewusst verletzlich und erhöhe damit die Chance, dass mein Gesprächspartner*in auch offener mit mir spricht.

 

Netzwerken ist nicht schwer, und kann erlernt werden. Was hilft sind

 

  • Empathie
  • Offenheit
  • Demut
  • zu seinen Schwächen stehen
  • Ehrlichkeit
  • Neugier
  • und aktives Zuhören

 

Was hilft auch beim Net(t)worken?

 

Liebe Grüße

Manfred

 Ich vernetze Menschen aus Leidenschaft. 

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